Mein Fastentagebuch


Ich bin ein praktischer Mensch. I'm learning by doing :-)

Und so praktiziere ich das Fasten sehr gerne selbst.

Dann kann ich Euch bei den Fastenkursen zusätzlich zum wissenschaftlichen Hintergrund

Wissenswertes aus meinem eigenen Fasten-Erfahrungsschatz weitergeben...

 

Montag, 11. November 2019

Das Schreiben des Newsletters ist immer auch eine eigene Standortüberprüfung, nicht nur eine Veröffentlichung meiner Termine.

Hier mein neuen Notizien ( "Notizien" - in Verbundenheit mit "Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna")

 

Samstag, 9. November 2019

Sooo lange ist es her, dass ich zuletzt gefastet habe. Aber gut so, mehr als 2 x im Jahr sollte man das auch nicht tun.

Nun bin ich auf Basenkost, um mich vorzubereiten auf die Fastenwoche im "Waldhof", die Ende November beginnt.

Wenn ich eine Fastenwoche begleite, faste ich nicht selbst, um ganz für meine Fastengäste präsent zu sein.

Aber die drei Wochen bis dahin tut es mir gut, wieder in die Fastenwelt einzutauchen und nicht einfach alles zur Verfügung zu haben.

Ein wichtiger Teil der Fastenwoche im Mühlviertel wird die "Achtsamkeit" sein.

Wie nehmen wir unseren Körper wahr? Wie unsere Gefühle?

Was denken wir? Wie sehr oder wie wenig teilen wir die Welt in Gut und Böse ein?

Ich freu mich auf die Auszeit da ganz oben im nördlichen Zipfel Österreichs.

Seminarhaus Waldhof


Donnerstag, 13. Juni 2019

Endlich in der Kraft gelandet!

Ein unglaublich schönes Gefühl, ohne Nahrung von außen tief im Innern die Kraftquelle zu spüren. DAS IST ES, weswegen ich das Fasten so liebe!

Gleich in der kühlen Morgenluft habe ich das Blumenbeet meiner Nachbarin (die einen Sturz hatte) auf Hochglanz gebracht. Als es warm wurde, zurück in die Sommerhöhle, südseitige Rollläden runtergelassen. Nach meinem Mittagsmenü (Gemüsesaft mit Kresse) gehts nun wieder ans Werk.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag und das Gewahrwerden Eurer inneren Kraftquelle!

 

Mittwoch, 12. Juni 2019

Jede Fastenwoche ist anders. Ich hatte mir viel Schönes vorgenommen: Malen, singen, wandern, und dann holt mich eine alte Verkühlung wieder ein.

Also: Hängematte.

Auch gut!

Sonntag, 9. Juni 2019

3. Fasttag - der Tag der Träume

Um halb sieben sitze ich schon auf dem Fahrrad und fahre durch die noch schlafende Stadt. Ganz still ist es, fast kein Auto ist zu hören und kein Mensch auf der Straße.  Ganz leise habe ich mich aus der Wohnung geschlichen, um niemanden zu stören - und auch, um meine Ruhe zu haben.

Ich fahre durch kleine Parks, kleine Seitenstraßen, hier und da ein Hund, der mich neugierig anschaut. Ich liebe diese Stille der Stadt, bevor der große Lärm beginnt. Es ist so friedlich.

Die Sonne ist mild, heute mittag wird sie schon ziemlich herunterbrennen. Wenn ich nach zwei Stunden wieder zu Hause eintreffe, ist der Frühstückstisch gedeckt, alle sind auf und wir genießen gemeinsam das köstliche Sonntagsfrühstück im Kreise der Familie. 

Juni 1966, Hamburg-Eimsbüttel

 

An dieses sonntägliche Erlebnis habe ich mich heute erinnert. Auch jetzt, 53 Jahre später, genieße ich die morgendlichen Radltouren, wenn noch alles schläft. Andere Stadt, andere Zeit, gleicher Frieden.

Die gestrigen Kopfschmerzen sind vorbei, ich fühle mich stark und frei und voll inspiriert. Soo viel Zeit hab eich plötzlich, wenn ich mich nicht um zwei oder drei Mahlzeiten kümmern muss.

Heute habe ich eine Fototour durch unseren Gemeinschaftsgarten im 8. Bezirk, den Tigergarten, gemacht.

Seit 2 Jahren gärtnere ich dort mit anderen und habe sehr liebe Menschen kennengelernt. Komm doch am 15. Juni nachmittags vorbei, zu unserem Sommerfest!

Samstag, 8. Juni 2019

Schönen guten Morgen, liebes Reh.

Um 8 Uhr bin ich schon auf Steinhof. Direkt beim orthopädischen Spital treffe ich "meine zwei Rehe". Sie schauen zwar aufmerksam, laufen aber nicht weg, selbst wenn ich 2 Meter neben ihnen vorbeigehe. Der Duft der Blüten und des Grases hat mich empfangen... eine Wohltat. Ich drehe einige Runden, es ist ziemlich stürmisch heute.

Nordic walking vertreibt die leichten Kopfschmerzen, die zwar im Laufe des Tages immer wieder kommen, aber mithilfe von Minzöl (Schläfen und Nacken) und viel, viel Wasser verschwinden. Ganz selten kommmt ein Hunger auf, der sofort durch Wassertrinken aufgelöst wird.

Ich fühle mich gut.

Die Fastenzeit ist eine Chance, mal wieder einen Stopp zu setzen gegen das Überangebot an Nahrung, Information, Ablenkung.

Mein Arbeitstisch ist vorbereitet, jetzt gehts an die Aquarellfarben.

Mal sehen, was heute entstehen will.

Juche!

Freitag, 7. Juni 2019

Meine Zeit!

Wie ich mich schon seit Tagen gefreut habe auf diese neuerliche Fastenzeit!

Ich hatte keinen Plan, wann ich es wieder tun würde... aber mein Körper, meine Seele drängten danach. Heute ist also der erste von 10 Fastentagen. Keine feste Nahrung, nur Wasser, Wasser, Wasser, a bisserl verdünnten Obst-Saft und (salzlose) Gemüsebrühe.

 

Kennst Du das,

  • dass Dir plötzlich gar nichts mehr so richtig mundet?
  • dass Deine alten Gewohnheiten, zum Beispiel spät am Abend noch etwas zu naschen, wieder überhand nehmen?
  • dass die SUCHT anklopft und Deine Wege, die Du gehen willst, bestimmt?
  • dass Du nicht und nicht abnimmst, egal, was Du versuchst?

Wenn mir das begegnet, dann ist wieder eine Fastenzeit angesagt. Viele Menschen fürchten sich vor dem NICHTS, das sie beim Fasten erwartet - ebenso wie viele Menschen die STILLE fürchten und deshalb niemals "Schweigetage" ausprobieren. Schade, finde ich. Nur Mut!

Ich liebe die Leere, die beim Fasten (und Schweigen) entsteht, denn in dieser Leere spiegelt sich das ganze Universum wider.

Ich wünsche mir und Euch einen guten Tag!