Mein Fastentagebuch

Ich bin ein praktischer Mensch. I'm learning by doing :-)

Und so praktiziere ich das Fasten sehr gerne selbst.

Dann kann ich Euch bei den Fastenkursen zusätzlich zum wissenschaftlichen Hintergrund

Wissenswertes aus meinem eigenen Fasten-Erfahrungsschatz weitergeben...

 


Montag, 14. Dezember 2020

Fastenbrechen an Neumond. 14 Tage lang bin ich ohne feste Nahrung durch die Welt gelaufen und ich kann Euch sagen:

Es war ganz normal.

Kein Hunger, keine Kraftlosigkeit.

Starke Träume, lustige Inspirationen - und vor allem:

Die Gewissheit, dass ich nur ganz wenig brauche, um am göttlichen Strom zu bleiben.

Danke!

 

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Heute geht der 10. Fasttag zu Ende. Leider ist es draußen in Wien nicht so schön wie auf dem Foto, aber s'wird scho noch kommen.

Eigentlich zählt der 8. Fasttag zu den schwierigen, weil sich da nochmals alte Schlacken lösen, aber bei mir war's wohl am 9. Tag, also gestern so.

Sinnlosigkeit, Traurigkeit, der Tag begann blöd und endete genauso :-)

Heute dann ein totales Loslasserlebnis (das ich in dieser Öffentlichkeit nicht erzählen möchte) und - gleich darauf starker Rückenschmerz im Kreuz. Die Lösung eines Selbstwertkonflikts (nach Erkenntnissen der Neuen Medizin).

Ja.Ich verstehe.

So gehe ich heute beschwingt und etwas verkrümmt ins Bett, um morgen in den Endspurt zu starten: 3, 2, 1 und Fastenbrechen am Montag.

Ich bin total begeistert vom Fasten, vermisse nichts, habe keinen Hunger, meine Haut ist weich wie Seide, meine Augen groß und klar, bereits 4 1/2 Kilo leichter, total beweglich und, und, und. Der vollständige Report dann ab 15. Dezember.

 

Dienstag, 8. Dezember 2020

Am 8. Fasttag kann's einen schon erwischen (stärker versulzte Schlacken lösen sich), aber heute bin ich lustig drauf und stark. Trotz elendem Wetter fahren wir zu dritt zum Peilstein - ca. 50 km von Wien entfernt - und wandern durch die nasskalte Nebelwelt. Dafür begegnen uns Zwerge und Elfen und Gnome und ziehen an unseren Zipfelmützen ;-)

Ernst beiseite: Wir freuen uns schon, bei blauem Himmel und geöffneten Schutzhäusern wiederzukommen und vielleicht im nächsten Frühjahr mal wieder die eine oder andere Klettertour zu wagen.

Aho!

Sonntag, 6. Dezember 2020

6. Fastentag

Mir geht es blendend. Heute habe ich meinen Vitaldrink in eine Flasche gefüllt, Wasser eingepackt und bin in Richtung Leopoldsberg im Norden von Wien gefahren. Ich war vor 2 Wochen dort, hatte den "Nasenweg" in 30 Minuten erklommen und wollte wissen, wie lange ich heute brauche. Ganz schön schweißtreibend, der Berg.

Aber es waren sooo viele Menschen unterwegs, dass ich kehrt machte und einen anderen Weg hinauf wählte.

Mit "Kneipp'scher Nasenatmung", also nur durch die Nase atmend, aufgestiegen. Nach 30 Minuten war ich oben. Es war herrlich! Am Rückweg zur Straßenbahn konnte ich die angezeigte Zeit noch 10 Minuten unterbieten :-)

Kennst Du das Gefühl, leer zu sein und unbändig viel Energie zu haben? Ich liebe es.

Auch zu Hause reiße ich mich ums Staubsaugen und Geschirrspülen, hab einfach Power, die verausgabt werden will. Wenn Du fastet und nichts verdauen musst, dann hast Du einfach einen Energieüberschuss.

Dann noch einen sehr lieben Freund getroffen, ein paar Runden durch den Volksgarten gedreht, gute Gespräche geführt über Heilung und Schicksal und Weltgeschehen.

Spätnachmittags hatte ich fast 19.000 Schritte getan und erst jetzt werd ich langsam müde.

Ich bin dankbar.

Freitag, 4. Dezember 2020

Seit vier Tagen habe ich keine feste Nahrung zu mir genommen und noch immer meldet sich kein Hunger. Na ja, ich habe genug Vorräte inside ;-). Wassertrinken ist ein probates Mittel, um ihn erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Essen ist auch eine Möglichkeit, sich abzulenken. Und die fällt jetzt weg. Platz für Neues heißt auch "Platz für Altes, das hochkommen kann". Und so war es heute. Uralte Muster, Traurigkeiten, Versäumnisse (falls es sowas gibt), Bedauern...

Wunderbar, dass es ein Heilmittel gibt: Ho'oponopono, das hawaiianische Vergebungsritual.

Auch sich selbst all das zu vergeben, was schiefgegangen zu sein scheint im Leben.

Und sich dadurch noch etwas mehr aufzurichten, ganz sanft, anstrengungslos, wie ein Keimling, der dem Licht entgegenwächst.

Danke für meine Freundin, die mir heute zur Seite stand.

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Einmal von Vollmond zu Neumond fasten, 14 Tage lang, das ist mein aktuelles Projekt. Dummerweise ging unsere Heizung kaputt, also startete ich erst am Dienstag, 1.12., einen Tag nach Vollmond, um nicht gar so lange in der Kälte fasten zu müssen.

Heizung geht wieder, heute ist der 3. Fastentag und ich habe einen langen Walk gemacht. Kein Hunger, nur Gusto.

Bei den letzten Fastenwochen gab es immer wieder Teilnehmende, die große Probleme mit dem Glaubersalz hatten. Ja, schmeckt nicht gut, aber wenn einem tagelang leicht übel ist, dann muss was Neues her. 

Ich bin nun Besitzerin einer Flasche sehr guten Bio-Rizinusöls und habe gestern einen Rizinuscocktail genossen: Mit Honigwasser verdünnt, 3 Minuten verschüttelt, mmh richtig lecker! Nach 6 Stunden kam die sanfte Darmentleerung. Ab morgen werden dann Sauerkrautsaft und Einläufe meine Wegbegleiter sein. 

Ich liebe das Gefühl, leer zu sein, dann ist Platz für was Neues.

Heute fiel in Wien der erste Schnee und wir sind gleich auf einen langen Spaziergang in den Wald gegangen. 

Fasten ist Freiheit - das kommt mir heute in den Sinn. Kein Gedanke, was ich kochen oder essen sollte. Einfach den Vitaldrink mittags und die Suppe abends. Und mal wieder merken, dass der Körper gar nicht so viel braucht wie ich ihm sonst immer zumute. Und plötzlich hab ich sooo viel Zeit.

Zum Beispiel zum Lesen, was ich jetzt für den Rest des Abends tun werde.

Schau doch morgen mal wieder rein :-)

Tschüß, Deine Sybille

 

Dienstag, 9. bis 15. Juni 2020

In dieser Woche habe ich mir freigenommen, um meine eigene Fastenwoche zu zelebrieren. Darmentleerung mit Glaubersalz - funktioniert bei mir immer prächtig - und schon bin ich mittendrin in der Fastenwelt. Am 3. Tag ist Feiertag und ich gehe mit meinem Mann auf die "Dürre Wand". Es wird ein 17 km-Walk, 1000 Höhenmeter und auf der Hütte gibt es ein superleckeres Hüttenessen, für meinen Mann ;-) - ich trinke meinen mitgebrachten Vitaldrink aus Roter Rübe, Apfel und Orange. 

Der Rückweg führt lange über eine ziemlich öde Forststraße, aber ich springe links und rechts an den Wiesenrand und habe im Nu einen herrlichen Wiesenblumenstrauß. Von der Ödnis merke ich gar nichts :-)

Diesmal wird mir manchmal fad, das Leben ist ohne Essen so leer. Ich stelle mal wieder fest, dass jedes Fasten anders ist. Nach 7 Tagen und nur 3 Kilo minus soll's diesmal gut sein.

Samstag, 9. November 2019

Sooo lange ist es her, dass ich zuletzt gefastet habe. Aber gut so, mehr als 2 x im Jahr sollte man das auch nicht tun.

Nun bin ich auf Basenkost, um mich vorzubereiten auf die Fastenwoche im "Waldhof", die Ende November beginnt.

Wenn ich eine Fastenwoche begleite, faste ich nicht selbst, um ganz für meine Fastengäste präsent zu sein.

Aber die drei Wochen bis dahin tut es mir gut, wieder in die Fastenwelt einzutauchen und nicht einfach alles zur Verfügung zu haben.

Ein wichtiger Teil der Fastenwoche im Mühlviertel wird die "Achtsamkeit" sein.

Wie nehmen wir unseren Körper wahr? Wie unsere Gefühle?

Was denken wir? Wie sehr oder wie wenig teilen wir die Welt in Gut und Böse ein?

Ich freu mich auf die Auszeit da ganz oben im nördlichen Zipfel Österreichs.

Seminarhaus Waldhof


Donnerstag, 13. Juni 2019

Endlich in der Kraft gelandet!

Ein unglaublich schönes Gefühl, ohne Nahrung von außen tief im Innern die Kraftquelle zu spüren. DAS IST ES, weswegen ich das Fasten so liebe!

Gleich in der kühlen Morgenluft habe ich das Blumenbeet meiner Nachbarin (die einen Sturz hatte) auf Hochglanz gebracht. Als es warm wurde, zurück in die Sommerhöhle, südseitige Rollläden runtergelassen. Nach meinem Mittagsmenü (Gemüsesaft mit Kresse) gehts nun wieder ans Werk.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag und das Gewahrwerden Eurer inneren Kraftquelle!

 

Mittwoch, 12. Juni 2019

Jede Fastenwoche ist anders. Ich hatte mir viel Schönes vorgenommen: Malen, singen, wandern, und dann holt mich eine alte Verkühlung wieder ein.

Also: Hängematte.

Auch gut!

Sonntag, 9. Juni 2019

3. Fasttag - der Tag der Träume

Um halb sieben sitze ich schon auf dem Fahrrad und fahre durch die noch schlafende Stadt. Ganz still ist es, fast kein Auto ist zu hören und kein Mensch auf der Straße.  Ganz leise habe ich mich aus der Wohnung geschlichen, um niemanden zu stören - und auch, um meine Ruhe zu haben.

Ich fahre durch kleine Parks, kleine Seitenstraßen, hier und da ein Hund, der mich neugierig anschaut. Ich liebe diese Stille der Stadt, bevor der große Lärm beginnt. Es ist so friedlich.

Die Sonne ist mild, heute mittag wird sie schon ziemlich herunterbrennen. Wenn ich nach zwei Stunden wieder zu Hause eintreffe, ist der Frühstückstisch gedeckt, alle sind auf und wir genießen gemeinsam das köstliche Sonntagsfrühstück im Kreise der Familie. 

Juni 1966, Hamburg-Eimsbüttel

 

An dieses sonntägliche Erlebnis habe ich mich heute erinnert. Auch jetzt, 53 Jahre später, genieße ich die morgendlichen Radltouren, wenn noch alles schläft. Andere Stadt, andere Zeit, gleicher Frieden.

Die gestrigen Kopfschmerzen sind vorbei, ich fühle mich stark und frei und voll inspiriert. Soo viel Zeit hab eich plötzlich, wenn ich mich nicht um zwei oder drei Mahlzeiten kümmern muss.

Heute habe ich eine Fototour durch unseren Gemeinschaftsgarten im 8. Bezirk, den Tigergarten, gemacht.

Seit 2 Jahren gärtnere ich dort mit anderen und habe sehr liebe Menschen kennengelernt. Komm doch am 15. Juni nachmittags vorbei, zu unserem Sommerfest!

Samstag, 8. Juni 2019

Schönen guten Morgen, liebes Reh.

Um 8 Uhr bin ich schon auf Steinhof. Direkt beim orthopädischen Spital treffe ich "meine zwei Rehe". Sie schauen zwar aufmerksam, laufen aber nicht weg, selbst wenn ich 2 Meter neben ihnen vorbeigehe. Der Duft der Blüten und des Grases hat mich empfangen... eine Wohltat. Ich drehe einige Runden, es ist ziemlich stürmisch heute.

Nordic walking vertreibt die leichten Kopfschmerzen, die zwar im Laufe des Tages immer wieder kommen, aber mithilfe von Minzöl (Schläfen und Nacken) und viel, viel Wasser verschwinden. Ganz selten kommmt ein Hunger auf, der sofort durch Wassertrinken aufgelöst wird.

Ich fühle mich gut.

Die Fastenzeit ist eine Chance, mal wieder einen Stopp zu setzen gegen das Überangebot an Nahrung, Information, Ablenkung.

Mein Arbeitstisch ist vorbereitet, jetzt gehts an die Aquarellfarben.

Mal sehen, was heute entstehen will.

Juche!

Freitag, 7. Juni 2019

Meine Zeit!

Wie ich mich schon seit Tagen gefreut habe auf diese neuerliche Fastenzeit!

Ich hatte keinen Plan, wann ich es wieder tun würde... aber mein Körper, meine Seele drängten danach. Heute ist also der erste von 10 Fastentagen. Keine feste Nahrung, nur Wasser, Wasser, Wasser, a bisserl verdünnten Obst-Saft und (salzlose) Gemüsebrühe.

 

Kennst Du das,

  • dass Dir plötzlich gar nichts mehr so richtig mundet?
  • dass Deine alten Gewohnheiten, zum Beispiel spät am Abend noch etwas zu naschen, wieder überhand nehmen?
  • dass die SUCHT anklopft und Deine Wege, die Du gehen willst, bestimmt?
  • dass Du nicht und nicht abnimmst, egal, was Du versuchst?

Wenn mir das begegnet, dann ist wieder eine Fastenzeit angesagt. Viele Menschen fürchten sich vor dem NICHTS, das sie beim Fasten erwartet - ebenso wie viele Menschen die STILLE fürchten und deshalb niemals "Schweigetage" ausprobieren. Schade, finde ich. Nur Mut!

Ich liebe die Leere, die beim Fasten (und Schweigen) entsteht, denn in dieser Leere spiegelt sich das ganze Universum wider.

Ich wünsche mir und Euch einen guten Tag!